Es ist eigentlich echt straight forward, naja fast...
Ein sehr guter Einstieg (in vielen Fällen, klar) ist das Arch Wiki. Es empfiehlt aus Gründen der Aktualität und einiger sonst nicht vorhandener Features die direkte Installation von der offiziellen Rust-Seite. Allgemein ist es meist eine gute Idee, DevTools direkt vom Supplier zu installieren und nicht aus den Repos. Dazu aber vielleicht ein andermal mehr :D
Der offizille Weg läuft also über den Weg, ein Shell-Skript zu downloaden und dieses (nach einem optionalen Audit!) auszuführen. Ich finde es an dieser Stelle großartig, dass die Arch-Jungs dezent darauf hinweisen, man solle sich das Skript vorher anschauen und dann erst ausführen.
Die Installation verläuft für gewöhnlich problemlos (außer man hat Rust schon aus dem Repository installiert, dann bricht das Setup ab. Ja, das hatte ich tatsächlich gemacht und das Repo-Rust bei der Gelegenheit wieder entfernt).
Das Wiki gibt natürlich auch einen Hinweis, wie man die Installation testen kann, mit dem traditionellen Hello_World. Für unbedarfte Java-Entwickler, die nicht viel mit GCC-basierten Toolchains zu tun haben, ergibt sich hier eine kleine Herausforderung: Die erste, ellenlange kryptische Compiler-Fehlermeldung des Lebens entwirren...
Zum Glück besitzen gescheite Tools (und Sprachen) sinnvoll aufgebaute Fehlermeldungen. Schon in der ersten Zeile ist zu erkennen, dass der Linker fehlt. Kurzes googlen bestätigt meine Vermutung, ich brauche gcc. An dieser Stelle falle ich aber auf das Repo-GCC zurück. Ist einfacher zu installieren, wird automatisch geupdatet und ich brauche keine Custom-Installation, da ich GCC nur als Hilfsmittel einsetze. Puristen werden mich dafür sicher verhauen :P Und wenn ich es ordentlich machen wollen würde, würde ich GCC vermutlich auch aus den Quellen bauen lassen. Dafür fehlt mir aber die Zeit ;)
Warum dieser Beitrag? Vielleicht einfach als ein kleines Eingeständnis, dass wir JVM-verwöhnten Entwickler einfach das frickeln nicht mehr gewöhnt sind, das das Programmieren ja eigentlich auch erst so liebenswert macht.
Cross-compiler für Raspberry Pi installieren
Eigentlich eine einfache Übung: Mittels rustup target list können alle vorhandenen Toolchains gelistet werden, mit rustup install stable-armv7-unknown-linux-gnueabihf wird dann die für Raspi benötigte Toolchain installiert (man beachte das stable- vor dem Namen der Toolchain!).